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Fredericktag

Es war ein literarisches Highlight, das die Gäste am Mittwoch im voll besetzten Vortragssaal der Mediothek in Boxberg hörten und erlebten. Zum zweiten Mal gastierte Schauspieler, Sprecher und Sänger Stefan Müller-Ruppert in der "Kulturscheune". Unter dem Motto "Bücher bunt geschüttelt" hatte die Mediothek zu diesem literarischen Abend eingeladen.

Mächtig bunt geschüttelt hatte Stefan Müller-Ruppert tatsächlich die Bücherkiste, denn was er in seinen Lesungen an literarischen Höhepunkten bot, reichte von stimmungsvollen Herbstgedichten, humorvollen Erinnerungen an längst vergangenen Zeiten, heitere mitten aus dem Leben gegriffene Geschichten, Mundarterzählungen und Versen bis hin zum lustigen Märchen. Faszinierend und begeisternd die sonore Stimme, Dynamik, Gestik, Mimik und Heiterkeit. Und mit dem Schalk im Nacken verstand es Stefan Müller-Rupert in seinem mehr als eineinhalbstündigen Programm seine Zuhörer zum Schmunzeln, Lachen und kräftigem Beifall zu animieren.
Doch nicht nur der Abend gehörte an diesem Tag Stefan Müller-Ruppert. Bereits am Vormittag begeisterte er im Rahmen der Frederikwoche in der Mediothek mehr als 360 Schülerrinnen und Schüler der Haupt- und Realschule Boxberg.

Erfreut über die große Resonanz zeigte sich auch Mediotheksleiterin Ilona Wild bei ihrer Begrüßung. Vier Mädchen des Querflöten-Ensemble der Jugendmusikschule Lauda-Königshofen umrahmten den literarischen Abend musikalisch.

Den Start bildete passend zur Jahreszeit ein stimmungsvolles Herbstgedicht. Die volle Palette seiner rezitatorischen Fähigkeiten entfaltete sich bei seiner Lesung aus dem Buch des in Buchen geborenen Mundartdichters Harald Hurst "Das Zwiebelherz". Dass ihm die Odenwälder Mundart in all ihren Facetten auf den Leib geschrieben ist, zeigte sich bei seinem heiteren Gedicht über die Kartoffelernte in Walldürner Mundart. Spannende und unterhaltsame Kriminalistik bot sich beim neuesten Buch von Martin Suter "Allmen und die Liebellen". Echter britischer Humor spiegelte sich in den Leseauszügen des von der Britin Ceri Radford verfassten Buches "Das Leben ist kein Gurkensandwich". Nach soviel unterhaltsamer Rezitation galt es für Stefan Müller Ruppert nach zwei Herbstgedichten eine kurze Verschnaufpause einzulegen in der das Querflöten-Ensemble das finnische Musikstück "Haurrak Ika Suzue" präsentierte.

Gleich alle Register seines künstlerischen Könnens zog Stefan Müller-Ruppert im zweiten Teil dieses Leseabends, in dem er von dem märchenhaften Leben von Benedictus und Dissonanza und ihren zehn Kindern in treffender, musikalischer Wortwahl erzählte. Dass er nicht nur den heimischen Dialekt, sondern auch den schweizerischen und ostdeutschen Dialekt beherrscht, zeigte er bei Dieter Moors Buch "Was wir nicht haben, brauchen sie nicht".

So richtig aus der Reserve lockte Stefan Müller- Ruppert die Zuhörer mit seiner witzigen Pfälzer Mundartgeschichte, die von der Maus im Weinbottich und der hereingelegten Katze erzählte. Wie schwer es ist Pfunde wieder loszuwerden, beschreibt Bernd Stelter in seinem Buch "Wer abnimmt hat mehr Platz im Leben". Ein Ausflug in die Welt der Genüsse gab's bei der Kurzgeschichte von Lilly Bollinger.

Krönender Abschluss war die Mundartgeschichte über den " Neuen Teppichkauf". Eine von Otmar Schnurr in alemannischer Mundart verfasste und von Stefan Müller-Ruppert in heimische Mundart übersetzte humorige Geschichte, die davon erzählt wie Wünsche sich wandeln, wenn man sie von eigenen Geld bezahlen soll.

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Im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums der Bücher-Ecke Boxberg und der Frederik-Woche kam Andreas Schwantge in einer Kooperations- Veranstaltung nach Boxberg in die Mediothek. Der Autor vieler Kinder- und Jugendbücher begeisterte die Grundschulkinder mit seiner Gitarre und vor allem mit Walter, der Handpuppe. Bei den Erst- und Zweitklässlern erzählte er anhand eines Plakates die Geschichte von Lusoki aus Afrika. In wenigen Sätzen erklärte er die Botschaft des Evangeliums. Bei den Dritt- und Viertklässlern berichtete Andreas Schwantge dann über die Herstellung seiner Bücher - von der Idee des Buches bis zum gebundenen Buch. Mit einer ansprechenden Geschichte mit Meterstab rundete er die Veranstaltung ab. Alle Kinder waren begeistert und interessierten sich für die ausgelegten Manuskripte und Bücher.




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